Das Stirnchakra heißt im Sanskrit Ajna und wird wird auch Drittes-Auge-Chakra genannt. Symbol ist der silberne Punkt.
Dem Stirnchakra ist als Element die Essenz des Äthers in seiner ursprünglichen Form, die Farbe Violett und die Silbe KSHAM zugeordent.
Das Sinnesorgan, das der Lehre nach diesem Chakra zugehört, ist die Psyche, die hier die Funktion einer Kontrollinstanz innehat.
Die Aufgabe des Stirnchakras ist die Kontrolle aller Organe und Chakren. Daher ist das elementare Grundgewebe, für das es zuständig ist, das Nervengeflecht, über das viele wichtige Informationen im Körper weitergeleitet werden. Hier werden Impulse gesetzt und aufgenommen.
Die Hypophyse ist die von diesem Energiezentrum aktivierte Drüse. Sie liegt im Bereich der Schädelbasis etwas über der Keilbeinhöhle. Durch die Hirnanhangdrüse werden Organe und Drüsen direkt mit bestimmten Hormonen versorgt, die weitere Stoffwechselfunktionen in Gang setzen und vor allen Dingen Einfluss auf die Psyche haben.
Durch dieses Chakra werden die Energien der Wahrnehmung, der Bewusstwerdung und des Erlebens von Eindrücken gesteuert. Hier geht es darum, die Fähigkeit zu entwickeln, sich einen Überblick zu schaffen und das Geschehen sozusagen von oben zu betrachten.
Das geistige Thema auf dieser Bewusstseinsebene des Stirnchakras ist das Selbst, das sich in seiner Erweiterung zum Göttlichen erfährt. Es gilt, Zugang zur Intuition zu erhalten und in Kontakt mit dem Göttlichen oder Übersinnlichen zu treten. Hier erfährt sich der Mensch als Teil des Kosmos mit all seinen Kräften.
Im Bereich der Chakra-Therapie erfährt die Stirnchakra Stimulierung in Bezug auf psychische Ausgeglichenheit. Da in westlichen Gesellschaften bei der medizinischen Behandlung weniger der Fokus auf die Spiritualität und Gottesnähe liegt, ist hier die Therapie lediglich organisch zu verstehen.